![]() | ||
![]() |
Richard Schmitz16.7.99 / 7.49 UhrVorweg: Ich verstehe mich nicht als Kandidat für ein Kunst/Kulturministerium, sondern als Vertreter der Bevölkerung in Österreichs wichtigsten Kulturbezirk. Ein solches Ministerium sollte nur entstehen, wenn ein anderes wegfällt. Ich bin gegen die Aufklärung des Verwaltungsapparates. Sollte es trotzdem zu einem solchen Ministerium kommen, würde ich dem meinen Minister folgende Empfehlung geben: 1. Was wären Ihre wichtigsten Anliegen, für die Sie sich von der ersten Stunde an stark machen würden, bzw. was wäre Ihre allererste Amtshandlung? Seien Sie stolz auf unser kulturelles Erbe und sorgen Sie dafür, daß auch weiterhin Österreichs Künstler dieses Erbe weiterentwickeln. Suchen Sie nicht krampfhaft nach einer "allerersten Amtshandlung". 2. Welche Rolle sollte Kunst in unserer Gesellschaft spielen? In welche Bereiche würden Sie besonders investieren, um Ihr Ziel zu erreichen? Kunst ist für die Identität einer Gemeinschaft unabdingbar. Österreichs Kunst ist aber aus der offenen Haltung insbesonders der Wieners entstanden. Die Vielfalt in der Kultur der Donaumonarchie hat den Nährboden für viele geniale Werke, die nur hier entstehen konnten. Daher kann Kunst auch heute nur entstehen, wenn wir uns mit den kulturellen Bestrebungen der Nachbarn und der Weltkulturen auseinandersetzen. 3. Stichwort: "Weißbuch" - wo liegen die Notwendigkeiten und Grenzen der Politik ins Kunstgeschehen bzw. dessen Rahmenbedingungen einzugreifen? Zielverwirklichung der Identifikationsverwirklichung bei größtmöglicher Freiheit der Kunst. D.h. allgemein akzeptierte Rahmenbedingungen. 4. Glauben Sie, daß es eine gute Entscheidung war, von der Kunst als "Chefsache" abzukehren und ein eigenes Ministerium einzurichten? Warum? Siehe Einleitung! 5. Mit welcher Kunst würden Sie sich in Ihrem Büro umgeben wollen? In Räumen aus dem 18. Jht.: Kunst aus dem 18. und 19. Jht. und sehr sparsam moderne abstrakte Kunst. (16. Juli 1999. DK/sab/SL) © wink.at : e-mail : wink.magazin@chickmail.com |
|