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Josef Cap, SPÖ

17.9.99

1. Was wären Ihre wichtigsten Anliegen, für die Sie sich von der ersten Stunde an stark machen würden, bzw. was wäre Ihre allererste Amtshandlung?


Die Künstlersozialversicherung muß unbedingt umgesetzt werden, denn darauf warten die Künstler schon am längsten. Und dann gilt es die Forderungen des Weißbuches zu durchforsten und sofort zu handeln.


2. Welche Rolle sollte Kunst in unserer Gesellschaft spielen? In welche Bereiche würden Sie besonders investieren, um Ihr Ziel zu erreichen?


"Nicht-Sollte-Kunst" spielt eine unfassbar wichtige Rolle in den Diskursen, in der Gesellschafts- und Kulturpolitik. Die Tatsache, dass das so ist muss stärker berücksichtigt werden.


3. Stichwort: "Weißbuch" - wo liegen die Notwendigkeiten und Grenzen der Politik ins Kunstgeschehen bzw. dessen Rahmenbedingungen einzugreifen?


Dort, wo die Freiheit der Kunst eingeschränkt wird.


4. Glauben Sie, daß es eine gute Entscheidung war, von der Kunst als "Chefsache" abzukehren und ein eigenes Ministerium einzurichten? Warum?


Die Kunst zur "Chefsache" zu erklären, war positiv, weil sie damit eine besondere Wichtigkeit erhielt. Das kann auch mit einem anderen Konzept gehen. Die Effizienz und das notwendige Verständnis sind wichtig. Weniger die Organisationsform ist entscheidend, sondern wie kulturpolitische Anliegen realisiert werden.


5. Mit welcher Kunst würden Sie sich in Ihrem MinisterInnenbüro umgeben wollen?


Diese Frage kann ich nicht beantworten, weil sie sich nicht stellt. Ich werde nicht Kunstminister.


Dr. Josef Cap
Abgeordneter zum Nationalrat, SPÖ





(18. September 1999. DK/sab/SL)

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