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Christopher Walken
Dennis Leary

Suicide Kings

SUICIDE KINGS ist das Kino-Debut von Regisseur Peter O´Fallon was einem schnell klar wird, den Regie führen kann er nicht. Trotzdem ist SUICIDE KINGS sehenswert. Wegen Christopher Walken, der zwar die meiste Zeit gefesselt ist und dennoch alle an die Wand spielt. Und wegen Dennis Leary, der keinem der anderen Akteure gegenüber, mit der Ausnahme von Walken, Respekt zeigt und dem damit zu danken ist.

SUICIDE KINGS ist die Geschichte von ein paar verwöhnten Bengeln, denen der Titel gilt und die unterschiedliche Probleme haben und daher beschließen, den Mafiaboss Barrett (Walken) zu entführen um diese zu lösen. Was für eine Idee! Die jungen Männer sind allesamt Söhne reicher Väter (Frauen sind in dieser Welt auf Stöhnen reduziert) und müssen akzeptieren, daß der Mafiosi selbst gefesselt und verletzt mehr Macht besitzt als sie alle zusammen.

Die Handlung weiter zu verraten, würde die Spannung des Film zerstören. Unter anderem wurde das Ende des Films umgeschnitten, zum Besseren, man solls nicht glauben. Eigentlich ist die Story ganz brauchbar und da der Film mit Christopher-Gott-Walken beginnt, hat er eigentlich schon gewonnen, sollte man denken.

Nur dann kommen unsere Snopkinder (u.a. Jay Mohr, Henry Thomas, Sean Patrick Flanery) ins Bild und nerven gehörig. Dann wird der Film zu einem Melodram über die Probleme der Reichen und Schönen, Nein Danke! Zum Glück gibt es aber noch Dennis Leary, als Barret´s Leibwächter, der dann ab und zu gewalttätig wird und dem Film dadurch Entspannung verschafft.

Besonders nervig ist Ira (Johnny Galecki), ein Kumpel der Entführer, der sich ständig darüber aufregt, daß ein verletzter Mafiosi im Wochenendhaus seines Vaters zu verbluten droht. Vermutlich sollte Ira eine Art "running gag" darstellen, aber es wäre klüger gewesen, ihn gleich zu erschießen. "Guys, if I don´t bleed to death soon, I´ll die of boredom", Walkens Qualen lassen sich allzu oft nachvollziehen.

Warum SUICIDE KINGS dennoch sehenswert ist, ergibt sich, neben Walken und Leary, durch einige recht spannende Szenen. Eine unangenehm vorhersehbare Chance auf Gewalt liegt in jeder Szene. Ab und zu ist der Film ähnlich unberechenbar wie VERY BAD THINGS (USA 1998, Peter Berg, ebenfalls Kinodebutant) und das hat auch seinen Reiz.

(Sept. 1999/ Patrick Winkler)


Filmdaten:

SUICIDE KINGS
USA 1997
Regie: Peter O´Fallon
Drehbuch: Josh McKinney, Wayne Rice, Gina Goldman
Produktion: Wayne Rice, Morrie Eisenman
Kamera: Chris Baffa
Schnitt: Chris Peppe
Musik: Graeme Revell

Darsteller: Christopher Walken, Dennis Leary, Jay Mohr, Henry Thomas, Sean Patrick Flanery, Jeremy Sisto, Johnny Galecki, Laura San Giacomo u.a.

Länge: 108 Minuten
Verleih: Stadtkino
Off.Site: http://www.suicidekings.com/
Wienstart: September 1999

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