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Plunkett & MacleaneWirklich äußerst seltsam ist dieser Film, inszeniert von Ridley Scott´s Sohn Jake. Mitte des 18. Jahrhunderts war England, wie auch der Rest der Welt, ein hartes Pflaster. Da Waschmaschinen noch nicht so verbreitet waren, waren alle Menschen so dreckig, daß sie alle gleich ausgesehen haben. Die Ausnahme dabei bildeten die Reichen und Adeligen, die sich laufend neue Kleider kaufen konnten. Der heruntergekommene Gauner Plunkett (Robert Carlyle) trifft im Gefängnis den verarmten Adeligen Macleane (Jonny Lee Miller). Die beiden schließen ein Abkommen: Mit Plunketts Erfahrung als Dieb und Macleanes Kontakten zu den Adeligen und Reichen, wollen die beiden genug Geld klauen, um nach Amerika abhauen zu können. Offenbar hat Jake Scott schnell begriffen, daß Filme, die auf historischen Begebenheiten basieren, nicht immer geschichtstreu sein müssen. Denn im antiken Rom gab´s weder Fanfaren, noch waren Sklaven allesamt eingeölte Cornettos. Und obwohl PLUNKETT& MACLEANE auf der historischen Figur James Macleanes basiert, hat der Film wenig mit Geschichtsunterricht zu tun. Statt Klassik gibt´s Big Beat und der eine oder andere tuntige Adelige hat schon mal ein Augenbrauen-Piercing. Aber egal: Dadurch wird Scotts Regiedebut um so witziger. Der Film ist der Inbegriff schnellebiger Popkultur. Bei vielen "wahren" Geschichten wird das eine oder andere verändert, bei PLUNKETT... stimmt nichts mehr. Der Film ist herrlich unkonventionell, er ist brutal, pervers und gerade deswegen sehenswert. Es bleibt kein Auge trocken, wenn Macleane Plunkett hilft, einen verschluckten Diamanten wieder auszuscheiden. Jonny Lee Miller verkörpert Macleane mit rebellischer Energie und Robert Carlyle als sein Partner bildet, wenn auch etwas blaß eine brauchbare Ergänzung. Natürlich gibt´s ein Love-Interest: Liv Tyler, auch ganz brauchbar. Filmdaten:
Plunkett & Macleane © wink.at : e-mail : wink.magazin@chickmail.com |
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