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DIEU SEUL ME VOITMögen Sie Woody Allen? Dann mögen Sie auch diesen frischen Franzosen. Wer dagegen auf plumpe Hau-drauf-Komödien steht, sollte diesen Film nicht anschauen.
Albert ist kein Held. Er sieht nicht besonders gut aus, er ist unruhig, bemüht, er hat nichts am Konto und er denkt viel zu viel. Und er zaudert.
Mit vielen skurrilen, kindlich-märchenhaften Szenen ist Albert (Denis Podalydes- ja, der Bruder des Regisseurs) auf der Suche nach der Traumfrau. Und dabei bleibt er stets in Bewegung.
Es scheint schwierig, einen Menschen wie Albert zu mögen, der so haltlos, unerotisch, konfliktscheu, so grüblerisch und mit sich und er Welt so im Unreinen zu sein scheint. Der Regisseur, Bruno Podalydes, steht, wie er sagt, auf Details, die sich nicht miteinander vertragen, er hinterfragt die Motive seiner Charaktäre nicht und belegt es damit, daß er dem Zuschauer die Möglichkeit lassen möchte, seinen eigenen Grund zu finden.
Gut, betrachtet man den Film als Komödie, kommt man auf seine Kosten.
Anders als bei unseren amerikanischen Freunden nimmt sich der Europäische Film ja immer viel mehr vor. Intellektueller, geistreicher, lyrisch-emotionaler (Poesie statt Pudern) usw. Bruno Podalydes wollte einen Film machen, "...in dem man die Zeit der anderen fühlt und akzeptiert". Fragt sich nur, ob man als Zuseher auch Lust dazu hat. (Miryam Neu, 1.9.99) Filmdaten:
Dieu seul me voit © wink.at : e-mail : wink.magazin@chickmail.com |
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