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Der 13. Krieger Ich weiß gar nicht, wie ich die Kritik anfangen soll, der Film ist so schön. Die Geschichte handelt vom Araber Ibn (Antonio Banderas), der sich im Jahre 922 n. Chr. in eine Frau verschaut, die leider einem anderen gehört. Die ist zwar nur eine Sekunde im Bild, dennoch kann das jeder sofort nachvollziehen. Also wird der Araber als Botschafter in eine entlegene Provinz des Reiches verbannt. Dorthin haben sich gerade ein paar Wikinger verirrt (die Welt war halt schon immer ein Dorf) und Ibn lädt sich selbst bei denen ein, um seine Aufgabe als Botschafter gut zu erledigen. Schneller als er Knäckebrot sagen kann, kommt eine Wahrsagerin daher und beschließt, daß Ibn mit den Wikingern zusammen nach ...von wo die Wikinger halt herkamen, mitziehen muß, um dort gegen deren Feinde zu kämpfen. Als das passiert, dauert der Film gerade erst 10 Minuten und es wird dann erst richtig gut. Hier darf ein Held auch Unschuldige töten, was soll´s, das Leben damals war auch fad. Neben Banderas spielt noch Omar Sharif eine kleine Rolle und auch die tolle Diane Venora (THE JACKAL, USA 1997, Regie: Michael Caton-Jones) mit. Die spielt zwar eine Königin, was aber nicht so auffällt, da im 10 Jh. die Frauenrechte ja noch in den Kinderschuhen steckten. Alle anderen Rollen werden zum großen Teil von skandinavischen Schauspielern gespielt, deren fehlende Bekanntheit die Authentizität von 13TH WARRIOR unterstützt, weil hier kein Starkult betrieben wird. Und auch sonst ist der Film gerade durch seine Bescheidenheit beeindruckend. Es gibt zwar wenige Kulissen, dafür sind die alle echt, d.h. die Wikingerschiffe schwimmen wirklich, toll! Dabei zieht der Film seine Stärken aus Buch und Regie: Der Roman zum Film "Eaters of the Dead" stammt von Michael Crichton und der Verdacht das JURASSIC PARK (1993) mehr Spielberg ist als das dazugehörige Buch, bekommt hier die volle Bestätigung. Ich hoffe, daß 13TH WARRIOR ungeschnitten in die Kinos kommt, nur so ist der Genuß komplett. Das Buch bietet an sich wenig Action, wenige Schauplätze und wenig Handlung, aber dafür überzeugend ausgearbeitete Charaktere und das, obwohl der Film in einer Zeit spielt, wo Midlife Crisis und Freud noch jedem egal waren. Mit diesem Bißchen macht DIE HARD-Regisseur John McTiernan primitives aber standfestes Kino. Eine brennende Fackel hat dabei mehr Pathos als alle Effekte in THE MUMMY (Stephen Sommers, USA 1999) zusammen. Dieses perfekte Gespann von Regisseur und Autor wird bescheiden, aber zugleich eindrucksvoll von Musik (Jerry Goldsmith) und Kamera unterstützt. Seit John Milius´ erstem CONAN (1982) hat Krieg nicht mehr so viel Spaß gemacht. (Patrick Winkler / August 1999) Filmdaten:
DER 13. KRIEGER Regie: John McTiernan
Darsteller:
Verleih: Wienstart: 10.9.1999 © wink.at : e-mail : wink.magazin@chickmail.com |
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