![]() | ||
![]() ![]() ![]() |
The Acid HouseDer Film von Regisseur Paul McGuigan basiert auf dem "Stoff"[schön doppeldeutig durch die Anführungszeichen!] des Autors Irvine Welsh (TRAINSPOTTING, GB 1995, Danny Boyle) und besteht aus 3 Kurzgeschichten: The Granton Star Cause, A Soft Touch und The Acid House. Nun das liegt an dem Mann (?), der vielen Menschen Ärger macht: Gott (Maurice Roeves). Der taucht nämlich auf (Potztausend!) und beschließt dem völlig fertigen Boab zu helfen, in dem er ihn in eine Fliege verwandelt. Wirklich glücklich ist damit Boab nicht, aber wenigstens sieht er besser aus. In der zweiten Geschichte geht es um einen anderen Loser, Johnny (Kevin McKidd), der, weil ihm so fad ist beschließt, die Dorfmatratze Catriona (Michelle Gomez) zu ehelichen, die (wie praktisch) schon "einen Braten in der Röhre hat" (Zitat aus GREASE). Völlig unerwartet betrügt die ihn dann mit dem Erstbesten (Gary McCormack) und Johnny kann sich gegen den Prolo nicht einmal wehren. Wer sich denkt, Boab wäre schon der Höhepunkt an Häßlichkeit gewesen, der soll sich erst einmal Johnny und Larry ansehen. Das ist schon fast illegal, wie die Aussehen. Von Catriona will ich erst gar nicht anfangen. Erst die dritte Episode bringt eine Erleichterung für die, mittlerweile mit Hornhaut gestärkten Augen. Es geht dabei um den Loser (wie neu) Coco, gespielt von Ewen Bremner, der wenigstens so klug ist so viele Drogen zu nehmen, daß er nicht merkt, was für ein Loser er ist. Und so häßlich wie Johnny und Boab ist er auch nicht. Seine Freundin Kirsty (Ariene Cockburne) ist sogar ganz süß und sie steht zu ihrem Coco, der nach einem Trip seine Persönlichkeit mit der eines Babys vertauscht hat. Blöder als zuvor ist er dadurch auch nicht, nur die Mutter des Babys, das jetzt Coco´s Persönlichkeit besitzt kommt damit noch nicht klar. An sich ist THE ACID HOUSE ganz o.k., er ist auf seine eigene Art herrlich roh. Ein richtiges Low-Budget-Movie, wo auch der Inhalt zur billigen Produktion paßt. Mit TRAINSPOTTING darf der Film allerdings nicht verglichen werden. Viel zu einfach und vorhersehbar sind die Geschichten und einige Darsteller (und deutsche Synchro, Ohmeingott!) versuchen so mit Gewalt cool zu sein, daß es schon anstrengend ist. Einige der Schauspieler könnten bei Anti-Pickel-Seife als Models dienen (ich meine für die "Vorher"-Fotos). Sie beweisen alle Mut zur Häßlichkeit, das muß man ihnen schon lassen. Und über Johnny´s Rotzbremse könnten Soziologen ganze Dissertationen schreiben. (Patrick Winkler / Juli 1999) Filmdaten:
CRUEL INTENTIONS Ewen Bremner Kevin McKidd Maurice Roeves Martin Clunes Jemma Redgrave Stephen McCole Michelle Gomez Arlene Cockburn Gary McCormack Verleih: Wienstart: 17.6.1999 © wink.at : e-mail : wink.magazin@chickmail.com |
|