Die Ohnmacht der Story
Die Handlung von The Phantom Menace ist zwar keineswegs neu, für diesen Film aber völlig ausreichend.
Die Story
Nach der Invasion des friedlichen Planeten Naboo (inkl gigantischer Unterwasserwelt), gelingt der Königsfamilie mit den Jedi-Rittern Liam Neeson und Evan McGregor die Flucht auf den Sandplaneten Tatooine.
Dort stolpern sie über den neunmalklugen Sklavenbuben und Darth Vader in spe, Anakin Skywalker, der in einem beeindruckenden Brutalo-Rennen, die zur Flucht notwendigen Raumschiffteile gewinnen kann.
Mittlerweile wird die bunt zusammengewürfelte Crew von einem waschechten Dark Lord of Sith gejagt, der, weil ultraböse, natürlich auch als Drahtzieher für die Invasion auf Naboo herhalten darf.
Während sich Invasionsarme mit den Planetenbewohnern auf Naboo die ultimative Schlacht liefert, die Jedi-Ritter in ein obligatorisches Laserschwert-Duell verwickelt sind, wird im Weltraum solange geschlachtet, bis schließlich - hurra hurra - das Gute an allen Fronten gewinnt.
Die Bedrohung ist gebannt, Anakin Skywalker wird zum Jedi ausgebildet und die dunkle Seite der Macht werkt an weiteren Machenschaften für Teil Zwei.
Die Kopie
Nicht nur der Schlußkampf kupfert schamlos vom Erfolgsrezept der Vorgänger. Da gibt es den sterbenden Jedi-Master, da gibt es Zielanflüge auf enge Schächte, ja sogar die niedlichen Ewoks werden durch die trotteligen Unterwasser-Wesen ausreichend ersetzt. Hier wurde Stück für Stück reproduziert. Und das ist gut so.
Angereichert durch ein komplexeres Szenario (inklusive politischer Ebene) gibt es souveräne, zeitlose Fantasy-Kost im Trickfilmgewand der Gegenwart. Folglich sind rein digitale Filmsequenzen ebenso zahlreich wie possierliche, computergenerierte Ausserirdische an jeder Ecke.
Ein Kinderfilm
Macht ein Wiedersehen mit dem pfeifenden R2D2 noch Freude, nervt das ständige Auftauchen von penetrant ulkigen Comic Elementen doch irgendwann und betont die Kindertauglichkeit des vollkommen blutfreien Films. Die eigentliche Zielgruppe sind eben Menschen, die bisher ohne Star Wars aufwachsen mußten. Den "Erwachsenen" ist bei diesem Film ohnehin alles recht. Die schwelgen angesichts George Lucas´ Märchenwelt längst in sentimentalen Erinnerungen an die eigene Kindheit.
Die Philosophie in Star Wars
(7. Juni.1999. eSeL)
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