[Foto: Programmheft]



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Lachendes Glück" im Moulin Rouge: Rien ne va plus...

Ab Herbst 1999 wird sich das Innenleben des Wiener Moulin Rouge drastisch verändert haben: Zugunsten eines Casinos wird es in den nächsten Monaten gänzlich umgebaut werden. Und man kann wirklich von (lachendem?)Glück reden, wenn man dort noch vor kurzer Zeit das Operettenprojekt "Lachendes Glück" des ÖSTERREICHISCHEN THEATERS unter der Leitung von Robert Quitta zu sehen und hören bekommen hat (Première am 27. März 1999).

Sieben Liebespaare aus sieben verschiedenen Operetten von Emmerich Kálmán und Franz Lehár finden nach heftigen Dialogen und herzzerreissenden Duetten jeweils nacheinander endlich zusammen. Die Paare, die sich bereits gefunden haben, küssen und herzen sich, bis das letzte Paar vereint ist. Ja, die Liebe - mit einem zwinkernden Auge -, es gibt sie immer und überall, besonders in dieser Aufführung im Moulin Rouge - und in der Operette noch dazu immer mit Happy-End.

Die Rahmenhandlung bildet ein Ober (Burgschauspieler Alexander Rossi), der den turtelnden Pärchen ununterbrochen Sekt serviert, ein Zigeunermädchen, das erfolglos Zigaretten verkauft - die Herrschaften haben doch wichtigeres zu tun! - und zwei Musiker, ein Geiger und ein Akkordeonist, die die Herzen der DarstellerInnen so richtig zum Brennen bringen.

Der Spielort wurde insgesamt wirklich wunderbar genutzt: Als Zuseher saß man auf drehbaren Hockern in der Mitte des Moulin Rouge, dadurch konnte man sich immer dem Ort des Geschehens zuwenden. Eine exzellente Position für das beobachtende Publikum, denn rundherum fanden in den Logen die Rendezvous statt.

Ein großes Lob an den Regisseur Robert Quitta, der nach Stadthallenbad, Solarium, McDonalds und Aktsaal der Akademie der bildenden Künste jedesmal wieder erfolgreich ausgefallene Spielorte findet und ihnen gekonnt Leben einhaucht. Leider ist die Chance, das Moulin Rouge noch einmal in altem Glanz zu bewundern, nicht mehr nützbar. Aber Quitta wird uns mitseinem nächsten Projekt im Herbst dieses Jahres einen neuen wundersamen Spielraum vorstellen, den man wiederum im Zusammenhang mit Theater so noch nicht gesehen hat.

(26. April 1999. Elisabeth Ornauer)

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Lachendes Glück
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