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Sammlung RothschildRückgabe und AuktionDie Rückgabe"Ich kann es im Augenblick noch immer nicht fassen, dass nach 50 Jahren die Werke zurückgegeben werden - es ist ein herrliches Gefühl der
Genugtuung über ein Stück Gerechtigkeit.",
Der vom Unterrichtsministerium geleitete Rückgabebeirat hatte der Ressortchefin, Elisabeth Gehrer, die Restitution der 239 Katalognummern umfassenden Sammlungen Louis, Alphonse & Clarisse Rothschild empfohlen. Der Haupterbin Bettina Looram wurde die erste Kollektion zur Gänze, die zweite zur Hälfte im Februar dieses Jahres ausgefolgt, der Rest erging an ihre Nichten und Neffen. Bei den restituierten Objekten handelt es sich nicht um Kriegsgut im engeren Sinn, der eigentlich
rechtlich gedeckte "Raub" erfolgte in den Nachkriegsjahren im Zuge der Rückgabe der beschlagnahmten
Kunstgüter.
Suche nach ObjektenBasierend auf dem im November 1998 beschlossenen Gesetz über die Rückgabe von "Raubkunst" , wurde nunmehr aus den Bundesmuseen das Rothschild'sche Erbe geräumt. Die von Generalkonservator, Ernst Bacher, geleitete Expertenkommission leistete die notwendige Vorarbeit, indem die Provenienz der Museumsbestände überprüft und Objektlisten zu den Rothschild-Sammlungen angelegt wurden. Fazit dieser Nachforschungen:
"Durchforstet" wurden hingegen die großen Häuser:
Acht hochrangige Bilder der niederländischen Schule wurden bisher in der fixen Schausammlung präsentiert - darunter drei Porträts von Franz Hals und Werke von David Teniers d.J., Adriaen Jansz van Ostade oder Jan Wynants. Was folgte nun dieser erstmaligen substanziellen Richtungsentscheidung in der österreichischen Rückgabe-Praxis?
Kaufe Rothschilds. En Gros.Am achten Juli dieses Jahres kam es zur fulminanten Auktion bei Christie's in London. Das Auktionshaus hatte zuletzt mit dem Wentworth House Sale, den Besitztümern der Prinzen Reuss und Fürsten von Mecklenburg Privat- bzw. Restitutionssammlungen unter den Hammer gebracht. Die von Österreich knapp zuvor an insgesamt fünf Erben ausgefolgten Rothschild-Bestände wurden - bis auf wenige Ausnahmen - unter dem Titel "Sammlungen der Barone Nathaniel und Albert von Rothschild" zur Versteigerung freigegeben. Mit einem Gesamtergebnis von über 1,2 Milliarden Schilling - weniger als die Hälfte hatte man erwartet - und 23 Weltrekorden bei den Hammerpreisen der 218 eingebrachten Lose erwarb die Kollektion der österreichischen Rothschild-Linie den höchsten je in Europa für eine Einzelsammlung erzielten Erlös. Lord Hindlip, Präsident von Christie's International und persönlicher Freund von Bettina Looram, hatte also allen Grund, nach Abschluß einer der einträglichsten Auktionen seines Hauses die Prinzipalerbin mit seinem Dank zu würdigen.
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