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Bregenz und die BrüsteDie KennerAusgewählte Zeitungsberichte"(...) und wieder weicht die Kunst dem "gesunden Volksempfinden", von dem
wir ja aus historischer Betrachtung wissen, daß es so gesund nicht immer
war, nicht immer ist." "Hat sich da nicht der reaktionäre Geist wieder in seinem dunklen, braunen
Eck gekränkt gefühlt ob derer dreister "Anstößigkeit" im "subara
Ländle"(schon diese hierzulande gerngebrauchte Verniedlichung deutet die engstirnige
Natur der alemannischen Gartenzwergmentalität an)? Handelt es sich in
diesem Falle nicht um einen Akt willkürlicher Zensur? Ist es nicht Vandalismus,
der die Handschrift von Ewiggestrigen respektive "Kreuzrittern" trägt, die
sich zum Hüter der Moral bereuen sehen, solange die Moral die ihre ist?" "Kleinbürgerlicher Vandalismus hat in Bregenz nichts verloren!
(...)Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass Zensurversuche jeglicher Art auch
künftig nicht ohnn Billigung der offiziellen Stellen vonstatten gehen werden" "Und die Zerstörung ist anscheinend eine durchaus anerkannte Strategie, mit
dem umzugehen, das man nicht sofort versteht. "Es ist besser, wenn das
gegen Kunstwerke geht als gegen Menschen", sagt Projektleiter Rudolf Sagmeister
vom Kunsthaus Bregenz. Von einem zu anderen ist es jedoch gar nicht so
weit." (SL / 06.08.1999)
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